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Erbhof

Vorbemerkung: Wir danken ganz herzlich Herrn Martin Kugler für seine aufwändige Recherche zur Geschichte des Hörschhofs! Alle hier genannten Daten und Fakten sowie die meisten Anekdoten wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Hörschhofs im Sommer 2018 von ihm zusammengetragen und in einem sehr informativen Vortrag an die Gäste des Jubiläums weitergegeben.

 

1027 wird der Hörschhof erstmals als "Harozospach" genannt

1577 heiratet Sebastian Schlichenmaier, genannt "Jakobs Sohn", von der Nonnenmühle bei Althütte stammend, in zweiter Ehe auf den "Herschove" ein. Er ist der Stammvater der Dynastie, die seit über 400 Jahren als Landwirte auf dem Hörschhof angesiedelt ist. 
1618: Beginn des Dreißigjährigen Kriegs und 1618 steht eingemeißelt neben dem Eingang zum Tagungsraum unseres Freizeitheims. Ob das allerdings das Datum der Erbauung war oder ob der Stein von anderswo her übernommen wurde - man weiß es nicht. 
1833: Lexikon von Württemberg: "Hörschhof, Weiler im Neckarkreis, Sechselberg zugehörig. Einwohner 81 - evangelisch.

1918: Kauf durch den Paulus-Pfadfinderverein 

Zwischen den Weltkriegen: Das Heim wird gut angenommen, es finden einige Freizeiten statt. 

Während des Zweiten Weltkrieges: Beschlagnahmung des Heims und Belegung durch den Reichsarbeitsdienst. Danach: Deutsche Kriegsflüchtlinge kamen ins Haus. 

1940: Der CVJM übernimmt das Haus wieder. Es ist in keinem guten Zustand. 

Ab 1945: Rückumbau zum Freizeitheim

Es finden weitere Kinder- und Jugendfreizeiten statt. Die Kinder schlafen damals noch in dreigeschossigen Etagenbetten!

Teilweise wurden sie mit  Armeelastwagen der Amerikaner auf den Hörschhof gekarrt

1961 fand unter Jugendsekretär Johannes Abele und dem Leiter der Jungenschaft, Bobby Ackermann, eine größere Renovierungsaktion statt. 

Zum Abschluss der Arbeiten wurde in einem Loch in der Wand der "Ritterstube" eine Kassette eingelassen, in die der aktuelle Monatsanzeiger des CVJM, eine "Stuttgarter Zeitung", ein paar Münzen und sonstiges eingelegt wurde. 

 

1998: die kleine Scheuer gegenüber des Haupthauses brennt ab. Eine neue Scheuer wird gebaut und 1999 eingeweiht. Sie dient als Aufenthaltsraum bei Freizeiten und als Gottesdienstsaal beim jährlich stattfindenden "Gottesdienst im Grünen"

2013: Zukauf der zweiten Haushälfte und der großen Scheuer. Verzicht auf Nutzung der Schlafräume des Hauptgebäudes aus Brandschutzgründen.

2015 bis heute: Umbau der kleinen Scheuer zum autarken Freizeitgebäude mit Schlafmöglichkeiten, sanitären Anlagen und einer Küche samt Industriespülmaschine. 

Außerdem Planungen und Überlegungen zur weiteren Nutzung und dem Erhalt des Hauptgebäudes. Beschluss eines Neubaus nach eingehenden Beratungen durch mehrere Architekten und verschiedene Handwerker.

 

Der Hörschhof ist uns für unsere Vereinsarbeit enorm wichtig. Er kann jedoch derzeit nicht mehr für Übernachtungen genutzt werden. Deswegen hat der Vorstand beschlossen in einer Testphase zunächst die Scheuer des Hörschhofs umzubauen. Und weil der Hörschhof  nicht nur das Freizeitheim des CVJM Stuttgart ist, sondern auch UNSER ALLER Hörschhof, helfen wir alle gerne mit, um das alte Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen und auch den Generationen nach uns die Freizeiten zu ermöglichen, die wir selbst als Kinder erleben durften. Seit 2013 haben wir bereits den Anbau der Scheuer saniert und dort eine Teeküche, Toiletten und Duschen entstehen lassen. Die Scheuer ist nun ein autarkes Gebäude mit zehn Betten, in dem kleine Gruppen übernachten können.